Wirtschaft Begriffe

Minimumprinzip
:

Beim
Minimumprinzip ist das Ergebnis (Output) vorgegeben. Der
Mitteleinsatz (Input) soll so gering wie möglich sein, um dieses
Ziel zu erreichen.

  • Beispiel: Mit
    möglichst geringen Kosten eine Bahnstrecke ausbauen, um sie mit 200
    km/h befahrbar zu machen.

Maximumprinzip:

Beim
Maximumprinzip ist der Mitteleinsatz (Input)
vorgegeben. Es soll ein möglichst hohes Ergebnis (Output)
erreicht werden.

  • Beispiel: Mit vorgegebenem Budget eine
    Bahnstrecke so ausbauen, dass der Nutzen möglichst groß (z. B. die
    mittlere Reisezeit möglichst kurz) ist.

Bedürfnis

Ein Bedürfnis ist das Verlangen oder der Wunsch, einem empfundenen oder tatsächlichen Mangel Abhilfe zu schaffen.

Art der Befriedigung:

  • Individualbedürfnisse können von einem Menschen alleine befriedigt werden (z. B. das Bedürfnis Essen zu kaufen)
  • Kollektivbedürfnisse können nur von einer ganzen Gemeinschaft (z.
    B. Staat) befriedigt werden (z. B. das Bedürfnis nach Sicherheit)

Dringlichkeit:

  • Existenzbedürfnisse umfassen die Bedürfnisse nach ausreichender Nahrung, Flüssigkeit, Wohnraum und Sicherheit
  • Grundbedürfnisse umfassen die Bedürfnisse nach Gesundheit, Umwelt und Kleidung und Ähnlichem
  • Luxusbedürfnisse umfassen die Bedürfnisse nach luxuriösen Gütern und Dienstleistungen

Konkretheit

  • materiellen Bedürfnissen,
  • immateriellen Bedürfnissen

Die Maslow’sche Bedürfnispyramide:

Beispiele für die 5-Stufen der Pyramide:

  1. Körperliche Existenzbedürfnisse: Freiheit, Atmung, Wärme, Nahrung, Schlaf, Gesundheit, Wohnraum, Sexualität.
  2. Sicherheit: Recht und Ordnung, Schutz vor Gefahren, fester Arbeitsplatz, Absicherung.
  3. Soziale Beziehungen (Anschlussmotiv): Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Intimität, Kommunikation.
  4. Soziale Wertschätzung: Höhere Wertschätzung durch Status, Respekt, Anerkennung (Auszeichnungen, Lob), Wohlstand, Geld, Einfluss, private und berufliche Erfolge, mentale und körperliche Stärke.
  5. Selbstverwirklichung: Individualität, Talententfaltung, Perfektion, Erleuchtung.

Waren:

Die Ware bildet die ökonomische Elementarform der Marktwirtschaft. In Meyers Konversationslexikon von 1905 ist als Definition zu lesen, Ware sei ” im weitern Sinn alles, was Gegenstand des Handels ist, im engern Sinn alle Handelsobjekte außer Geld und Wertpapieren;” (und rechtlich gesehen)…”alle beweglichen Sachen, die den Gegenstand eines gewerbsmäßigen Umsatzes des Handels zu bilden pflegen.”[1]

Ware ist ein materielles Gut, das durch seine Eigenschaften menschliche Bedürfnisse befriedigt, allerdings nur durch Tausch bzw. Kauf
erwerbbar ist. Kennzeichen der Ware ist, dass der gesellschaftliche
Bedarf ausgenutzt wird, um einen ökonomischen Gegenwert zu verlangen;
„Waren“ werden also explizit für den
Handel produziert.

Die Ware ist also durch zwei Faktoren bestimmt:

Markt:
Der Begriff Markt bezeichnet im engeren Sinne den Ort, an dem Waren regelmäßig gehandelt oder getauscht
werden (Handelsplatz). Im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff heute
das geregelte Zusammenführen von Angebot und Nachfrage von Waren,
Dienstleistungen und Rechten.

Arbeitsmarkt:

Auf dem Arbeitsmarkt wird Arbeitskraft in Zeiteinheiten zu Marktbedingungen
nachgefragt, angeboten und getauscht. Menschen verkaufen gegen
Arbeitsentgelt ihre Arbeitskraft zur Verrichtung konkreter Tätigkeiten
an Arbeitgeber, für die sie bestimmte Produkte herstellen oder
Dienstleistungen ausführen. Die Arbeitgeber überlassen ihnen dazu
(meistens) die notwendigen
Rohstoffe und Arbeitsmittel.

Konjunktur:

Als Konjunktur (lateinisch: coniungere = zusammenfügen) bezeichnet man die Gesamtsituation einer Volkswirtschaft.
Sie leitet sich aus der gleichzeitigen Betrachtung verschiedener
volkswirtschaftlicher Größen ab. Der wichtigste Indikator ist das BIP (Bruttoinlandsprodukt).

Sie ist dabei durch Konjunkturzyklen, mehrjährige Schwankungen der
wirtschaftlichen Aktivität in marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaften, gekennzeichnet. Diese Zyklen betreffen die Wirtschaft als Ganzes und weisen eine gewisse Regelmäßigkeit auf. Konjunkturzyklen bestehen im Regelfall aus

  • Aufschwungphasen (Expansion),
  • Hochkonjunktur (Boom),
  • Abschwungphasen (Rezession) und den
  • Tiefphasen (Depression).

BIP:

Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen)
an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer
Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Werden
Güter nicht direkt weiterverwendet, sondern auf Lager gestellt, fallen
sie ebenfalls unter die Definition und gelten als Endprodukt (Vorratsveränderungen).

Wertpapier:

Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die ein privates Recht, beispielsweise eine Forderung oder eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft, verbrieft.
Um das Recht geltend zu machen, ist zumindest der Besitz der Urkunde
notwendig. Eine Urkunde dient der Sichtbarmachung und als Nachweis
eines Rechtes. Ohne eine Urkunde kann das darin verbriefte Recht nicht
geltend gemacht werden.

Beispiele von Wertpapieren sind:

Gewerkschaft:

Eine Gewerkschaft ist ein Interessenverband der Arbeitnehmer.Die Gewerkschaften sind zumeist aus der europäischen Arbeiterbewegung hervorgegangen und setzen sich seit ihrem Bestehen für höherehne, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Mitbestimmung, für Arbeitszeitverkürzungen und teilweise auch für weitergehende Gesellschaftsveränderung ein. Sie schließen als Verhandlungspartner von Arbeitgeberverbänden u. a. überbetriebliche Tarifverträge ab und führen dazu Lohnkämpfe, gegebenenfalls auch mit Hilfe von Streiks
und Boykotts. Die Gewerkschaften versuchen, in Vertretung der
Interessen ihrer Mitglieder, einen möglichst
großen Teil der
Unternehmensgewinne als Lohn und zur Verbesserung der
Arbeitsbedingungen an die
Belegschaft zu verteilen.

BDI:

Der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI) ist ein Verein mit Sitz in Berlin (früher Köln).

Als Spitzenorganisation im Bereich der Industrieunternehmen und industrienahen Dienstleister in Deutschland stellt er einen Verband von Verbänden dar, in dem die Wirtschaftsverbände und Arbeitsgemeinschaften der Industrie organisiert sind. Er vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Industrie im In- und Ausland und spricht aktuell für rund 100.000 Unternehmen mit 8 Millionen Beschäftigten.

IHK:

Die Deutsche Wirtschaft wird in den 80 regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK) und deren Dachorganisation Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) organisiert. Alle Unternehmen, mit Ausnahme reiner Handwerksunternehmen, Landwirtschaften und Freiberufler (welche nicht ins Handelsregister eingetragen sind), sind zu einer Mitgliedschaft in ihrer regionalen IHK verpflichtet.

Unternehmen
Die Begriffe Unternehmen, Firma und Betrieb haben zwar eine ähnliche Bedeutung, sind aber nicht synonym.
Ein Betrieb ist eine systemunabhängigeWirtschaftseinheit zur
Fremdbedarfsdeckung. Nicht jeder Betrieb ist ein Unternehmen,
allerdings ist jedes Unternehmen ein Betrieb.
Unternehmen unterscheiden sich nach der Rechtsform. Die Rechtsform eines Unternehmens umfasst alle gesetzlichen Regelungen, durch die es zur rechtlich fassbaren Einheit wird. Rechtsformen lassen sich anhand einiger zentraler Merkmale unterscheiden.

Privatrechtliche Rechtsformen

Öffentlich-rechtliche Rechtsformen

Betriebsrat

Der Betriebsrat ist das (auf Grundlage des Betriebsverfassungsgesetzes) gewählte Organ der Vertretung der Arbeitnehmerinteressen und zur Wahrung der betrieblichen Mitwirkung und Mitbestimmung gegenüber dem Arbeitgeber in Betrieben des privaten Rechts.

Wirtschaftssektoren

In Wirtschaftssektoren werden in der Wirtschaftswissenschaft Industrie und Gewerbe eingeteilt. Sie finden ihre Grundlage in der Drei-Sektoren-Hypothese der Volkswirtschaftslehre.

Inflation

Inflation bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten“ Anstieg des Preisniveaus. Es verändert sich also das Austauschverhältnis von Geld
zu allen anderen Gütern zu Lasten des Geldes. Daher kann man unter
Inflation auch eine Geldentwertung verstehen. Letztlich ist eine
Inflation ohne eine überschießende Geldmenge (Geldpolitik) nicht denkbar.

Produktlebenszyklus

Der Produktlebenszyklus ist ein Konzept der Betriebswirtschaftslehre
und beschreibt den Prozess zwischen der Markteinführung bzw.
Fertigstellung eines marktfähigen Gutes und seiner Herausnahme aus dem
Markt. Dabei wird die „Lebensdauer“ eines Produktes in mehrere Phasen
unterteilt, die die Hauptaufgaben der aktiven Produktpolitik im Rahmen des Lebenszyklus-Managements (engl. life cycle management) darstellen.

Soziale Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft bezeichnet ein Modell einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung, in welchem dem Staat hauptsächlich die Aufgabe zukommt, den Ordnungsrahmen der Wirtschaft zu gestalten. Sie gilt als Leitbild der Wirtschafts- und Sozialpolitik von Ludwig Erhard.

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